Wahlkampf vor der Entscheidung

19. Februar 2011 - Noch einmal haben alle Kandidaten richtig Gas gegeben an den Infoständen von Nord bis Harburg. Die FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding hat am Sonnabend ihre Tour von Bergedorf über Eidelstedt nach Blankenese absolviert.


 

Auf dem Lohbrügger Markt erkannten viele Katja Suding von den Plakaten wieder. „Schön, dass ich Sie live erlebe“, war ein oft gehörter Satz. Vor allem ältere Bergedorfer versicherten, dass sie bereits FDP gewählt hätten, denn sie haben sich die Briefwahlunterlagen zuschicken lassen. Es war deutlich zu merken, dass per Brief so viele Hamburger wie nie gewählt haben werden. Nach fast einer Stunde neben dem Spitzenkandidaten Ernst Mohnike waren die FDP-Wahlprogramme verteilt.

Auf dem Eidelstedter Platz war es zugig. Dadurch drehten sich die kleinen FDP-Windmühlen aber kräftig. Die Eimsbüttler Kandidaten Martin Kolodzey und Benjamin Schwanke erwarteten die Spitzenkandidatin. Sie stürzte sich gleich in die Menge.
Eine Rollstuhlfahrerin sah Katja Suding und freute sich wie zuvor die Bergedorfer: „Sie sehen in Natur noch hübscher aus als auf dem Plakat“, schwärmte die Wählerin. Inhaltlich stimme sie voll mit der FDP überein. „Rot-Grün muss verhindert werden, auch ein Scholz allein in der Regierung geht gar nicht“, sagte die ältere Dame. Katja Suding bekräftigte, dass das nur mit der FDP in der Bürgerschaft zu verhindern sei. „Ich rücke Bildung, Familie und Mittelstand wieder in den Fokus“, so die Spitzenkandidatin.
Auch ein Ziel an diesem kalten Sonnabend: Blankenese. Ein Heimspiel. Hier kandidiert Katja Suding als Direktkandidatin. Die Liberalen haben ihren Stand neben der GAL aufgebaut. Da schwenkten die meisten sofort zu blau-gelb statt zu grün. Ein älterer Herr wusste, dass Katja Suding an diesem Sonnabend am Blankeneser Markt stehen werde, er brachte ihr gute Wünsche für den Einzug in die Bürgerschaft mit. Katja Suding bedankte sich mit einer gelben Osterglocke und einem Flyer.
Blankenese ist auch der Wahlkreis von Anna von Treuenfels. Sie wurde vor allem von Müttern und Vätern umlagert, die hoffen, dass die FDP in der Bürgerschaft dafür sorgt, dass der Volksentscheid eins zu eins umgesetzt wird. Die Bildungsexpertin versicherte, dass es mit der FDP keine Einheitsschule durch die Hintertür geben werde, so wie die GAL nebenan und Teile der SPD es wollen. Auch sie bat alle: „Am 20. Februar sind Wahlen in Hamburg. Geben Sie alle 20 Stimmen der FDP.“

Fotos: Gerhold Hinrichs-Henkensiefken