Hamburg sollte sich am Vorbild Schleswig-Holsteins orientieren
"Schleswig-Holsteins christlich-liberale Koalition hat den richtigen Weg in Sachen Glücksspiel gewählt: Der Entwurf des Glücksspielstaatsvertrags der 15 anderen Bundesländer hat bei der EU in Brüssel schwere Bedenken ausgelöst. Willkürlich nur sieben Lizenzen erteilen zu wollen, ist mit den Prinzipien des freien Wettbewerbs unvereinbar. Auch die geplanten Internetsperren des 15-Länder-Entwurfs widersprechen
freiheitlichem Denken. All das wird es bei unserem nördlichen Nachbarn nun nicht geben. Dort werden Privatanbietern stattdessen neue Chancen eröffnet, wie sie international üblich sind.
Die FDP-Bürgerschaftsfraktion hat den Senat schon vor Wochen aufgefordert, Nachbesserungen am Entwurf des Glücksspielstaatsvertrags vorzunehmen
und sich dabei am Modell aus Schleswig-Holstein zu orientieren. Hamburgs SPD hat dies kurzsichtig abgelehnt. Wird jetzt nicht gehandelt, werden zahlreiche Glücksspiel-Unternehmen nach Schleswig-Holstein ziehen, auch Hamburger Firmen. Dem sollte der Senat vorbeugen und die Kieler Regelung als Vorbild nehmen."
