Katja Suding bei "Engagierten Wilhelmsburgern"

08. Februar 2011 - Vor Ort Termin an der Wilhelmsburger Reichsstraße mit der Initiative „Engagierte Wilhelmsburger“. Jochen Klein von der Initiative erläuterte der FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding, die in Begleitung des Landeslistenkandidaten und Umwelt-Experten der FDP Hamburg, Dr. Kurt Duwe kam, die Probleme um die umstrittene Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße. Klein: „Am 9.2. soll in der Bürgerschaft die Verlegung der Reichsstraße in ihrer jetzigen Planung noch mal eben kurz vor der Wahl durch gewunken werden: Ohne Verkehrskonzept, ohne echte Bürgerbeteiligung, mit jetzt schon doppelt so hohen Kosten. Das sind finstere Aussichten für Wilhelmsburg.“


 

Dr. Duwe ergänzte: „Die geplante Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße und insbesondere ihr damit verbundener Ausbau werden unweigerlich zu einem noch größeren Verkehrsaufkommen über dieser dritten Nord-Süd-Verbindung in Hamburg führen.“ Davon wäre speziell Harburg im Bereich der Bremer Straße betroffen, kritisiert der Harburger Spitzenkandidat Duwe. „Es muss alles getan werden, dass Durchgangsverkehr auf den beiden Autobahnen verbleibt und nicht durch eine breite Stadtautobahn quasi in innerstädtische Bereiche gelockt wird.“

Joch Klein von der Initiative appellierte an die Spitzenkandidatin Katja Suding, die Probleme nach der Wahl am 20. Februar in der Bürgerschaft anzupacken. Für Katja Suding ist das wiederbelebte Bündnis aus CDU und GAL, mit dem die Finanzierung der Verlegung durch die Bürgerschaft gepeitscht werden soll, an Machtkalkül nicht zu überbieten. „Schwarz-Grün will selbst nach dem Bruch der Koalition mit Macht Fakten schaffen, obwohl längst bekannt ist, dass ein Baubeginn der Wilhelmsburger Reichsstraße nach der vom Senat beschlossenen Planfeststellung 2013 in ein verkehrstechnisches Chaos münden würde. Die FDP fordert für den Hamburger Süden ein Gesamtverkehrskonzept, das die Fragen um die Wilhelmsburger Reichsstraße und die Hafenquerspange zusammen behandelt.“ Außerdem werde sich die FDP massiv dafür einsetzen, dass die Hamburger mit einbezogen werden, so Katja Suding. Dem stimmte vor Ort auch Angela Westfehling, FDP-Spitzenkandidatin zur Bürgerschaftswahl aus Mitte zu.
Nach dem Vor-Ort-Termin hatte Kurt Duwe die Presse noch ins Privathotel Lindtner, wo er mit Katja Suding sein neuestes Wahl-Plakat enthüllte. Darauf steht: „Schwarz geärgert? Wir können Harburg besser.“ Dr. Duwe begründete: „Ich kann mir keine Koalition mit der GAL und der alten CDU vorstellen.“ Sein oberstes Ziel für Harburg sind mehr Entscheidungsbefugnisse für die Bezirke, damit sich vieles schneller entwickeln könne.


Fotos: Tilo Stolpe